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Anwartschaftsversicherung für Polizeibeamte: Warum sie so wichtig ist

Wer als Polizeibeamtin oder -beamter während der aktiven Dienstzeit freie Heilfürsorge erhält, hat oft keinen Anlass, sich um eine private Krankenversicherung zu kümmern. Genau das führt jedoch zu einem Problem, das erst beim Übergang in den Ruhestand sichtbar wird.

Von Phillip Peil2. Februar 20268 Min. Lesezeit
Anwartschaftsversicherung für Polizeibeamte: Warum sie so wichtig ist

Das Problem ohne eigene Vorsorge

Freie Heilfürsorge deckt die medizinische Versorgung während des aktiven Dienstes weitgehend ab. Wer sich in dieser Zeit allein darauf verlässt, hat beim Eintritt in den Ruhestand jedoch keinen bestehenden Krankenversicherungsschutz für die dann greifende Beihilfeergänzung. Eine Neuaufnahme in eine private Krankenversicherung im höheren Alter kann mit gesundheitlichen Risikoprüfungen, Zuschlägen oder im Extremfall Ausschlüssen verbunden sein.

Wie eine Anwartschaftsversicherung funktioniert

Eine Anwartschaftsversicherung sichert das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung in eine private Krankenvollversicherung zu wechseln, und das zu den Konditionen, die zum Zeitpunkt des Anwartschaftsabschlusses gelten. Damit bleiben Eintrittsalter und Gesundheitszustand von heute für die Zukunft festgeschrieben.

  • Sicherung des heutigen Eintrittsalters für die spätere Vollversicherung
  • Keine erneute Gesundheitsprüfung bei der späteren Aktivierung
  • Geringe Kosten im Vergleich zu einer vollen Krankenversicherung
  • Flexibler Aktivierungszeitpunkt, etwa mit Eintritt in den Ruhestand

Zwei Varianten im Überblick

Bei der kleinen Anwartschaft wird lediglich das Recht auf spätere Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung gesichert, während die Beiträge zunächst niedrig bleiben. Bei der großen Anwartschaft wird zusätzlich das aktuelle Eintrittsalter für die Beitragsberechnung fixiert, was mit etwas höheren Kosten während der Anwartschaftsphase verbunden ist, sich aber langfristig oft auszahlt.

Der richtige Zeitpunkt für den Abschluss

Da sich der Gesundheitszustand mit den Jahren verändern kann, ist ein früher Abschluss der Anwartschaft in der Regel vorteilhaft. Wer bereits als junge Beamtin oder junger Beamter mit Heilfürsorge beginnt, kann die Anwartschaft von Anfang an parallel mitlaufen lassen und muss sich um den Übergang in den Ruhestand später keine Gedanken mehr machen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Freie Heilfürsorge ersetzt keine Vorsorge für die Zeit nach dem aktiven Dienst.
  • Eine Anwartschaft sichert Eintrittsalter und Gesundheitszustand für später.
  • Es gibt eine kleine und eine große Anwartschaftsvariante.
  • Ein früher Abschluss ist in der Regel mit geringeren Risiken verbunden.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Anwartschaftsversicherung?+

Die Kosten sind im Vergleich zu einer vollen Krankenversicherung deutlich geringer und hängen davon ab, ob eine kleine oder große Anwartschaft gewählt wird.

Wann sollte die Anwartschaft aktiviert werden?+

Sinnvoll ist die Aktivierung spätestens mit dem Übergang in den Ruhestand, wenn die freie Heilfürsorge endet und die Beihilfe greift.

Kann die Anwartschaft auch vorzeitig beendet werden?+

Ja, eine Anwartschaftsversicherung kann in der Regel flexibel gekündigt werden, falls sie nicht mehr benötigt wird.

Gilt die Anwartschaft auch für Familienangehörige?+

Anwartschaften werden individuell abgeschlossen, sodass für Ehepartner und Kinder gegebenenfalls eigene Verträge sinnvoll sind.

Unterscheiden sich Anwartschaften zwischen den Anbietern?+

Ja, Leistungsumfang und Konditionen können sich unterscheiden, ein Vergleich vor Abschluss lohnt sich daher.