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Vorteile und Pflichten des Beamtenstatus im Überblick

Der Beamtenstatus gilt vielen als attraktiv, weil er ein hohes Maß an Sicherheit bietet. Gleichzeitig bringt er Pflichten mit sich, die im Angestelltenverhältnis so nicht bestehen. Ein realistischer Blick auf beide Seiten hilft bei der Entscheidung für oder gegen den Weg in den öffentlichen Dienst.

Von Jens Kempf2. April 20268 Min Lesezeit
Vorteile und Pflichten des Beamtenstatus im Überblick

Sicherheit des Arbeitsplatzes

Nach erfolgreicher Probezeit besteht ein deutlich stärkerer Kündigungsschutz als im Angestelltenverhältnis. Eine betriebsbedingte Kündigung, wie sie in der Privatwirtschaft möglich ist, existiert im Beamtenrecht in dieser Form nicht.

Beihilfe und Krankenversicherung

  • Beihilfe übernimmt für aktive Beamte in der Regel etwa 50 Prozent der Krankheitskosten
  • Versorgungsempfänger erhalten häufig einen Beihilfesatz von 70 Prozent
  • Kinder werden mit einem Beihilfesatz von in der Regel 80 Prozent berücksichtigt
  • Der verbleibende Anteil wird meist über eine private Restkostenversicherung abgedeckt

Ruhegehalt statt gesetzlicher Rente

Anstelle der gesetzlichen Rente erhalten Beamte im Ruhestand ein Ruhegehalt, das mit 1,79375 Prozent je ruhegehaltfähigem Dienstjahr berechnet wird, bis zu einem Höchstsatz von 71,75 Prozent des ruhegehaltfähigen Einkommens.

Pflichten, die mit dem Status einhergehen

  • Treuepflicht gegenüber dem Dienstherrn
  • Neutralitätspflicht und Mäßigungsgebot im politischen Bereich
  • Verschwiegenheitspflicht über dienstliche Angelegenheiten
  • Eingeschränktes Streikrecht im Vergleich zu Angestellten

Abwägung für die persönliche Entscheidung

Wer sich für den Beamtenstatus entscheidet, sollte sowohl die finanziellen und sozialen Vorteile als auch die damit verbundenen Pflichten realistisch einschätzen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Beamte genießen nach der Probezeit einen deutlich stärkeren Kündigungsschutz.
  • Beihilfe deckt je nach Status 50, 70 oder 80 Prozent der Krankheitskosten ab.
  • Das Ruhegehalt ersetzt die gesetzliche Rente und wird nach Dienstjahren berechnet.
  • Treue- und Neutralitätspflicht gehören zu den zentralen Pflichten des Status.

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Häufige Fragen

Ist der Beamtenstatus für jeden sinnvoll?+

Das hängt von persönlichen Prioritäten ab, etwa der Bedeutung von Sicherheit gegenüber der Flexibilität einer Angestelltentätigkeit.

Wie hoch ist die Beihilfe für Kinder?+

Kinder werden in der Regel mit einem Beihilfesatz von 80 Prozent berücksichtigt.

Wie berechnet sich das Ruhegehalt?+

Es ergibt sich aus 1,79375 Prozent je ruhegehaltfähigem Dienstjahr, begrenzt auf einen Höchstsatz von 71,75 Prozent.

Dürfen Beamte streiken?+

Das Streikrecht ist für Beamte im Vergleich zu Angestellten deutlich eingeschränkt.