Ablauf der Feststellung in Hessen
Grundlage ist das Hessische Beamtengesetz. Zeigt sich, dass ein Beamter seine dienstlichen Aufgaben dauerhaft nicht mehr erfüllen kann, veranlasst die zuständige Behörde eine amtsärztliche Untersuchung. Das Gutachten entscheidet darüber, ob die Voraussetzungen für eine Zurruhesetzung wegen Dienstunfähigkeit vorliegen.
Vorrang der anderweitigen Verwendung
Auch in Hessen gilt der Grundsatz, dass eine anderweitige Verwendung Vorrang vor der Zurruhesetzung hat. Erst wenn eine Umsetzung oder eine geänderte Aufgabenzuweisung ausgeschlossen ist, kommt es zur endgültigen Feststellung der Dienstunfähigkeit.
Versorgungshöhe und Beispielrechnung
Für das Ruhegehalt gilt bundesweit einheitlich ein Satz von 1,79375 % je Dienstjahr, bis maximal 71,75 %. Bei einem Beamten mit 18 Dienstjahren ergäbe sich rechnerisch ein Satz von rund 32,3 %. Liegt dieser Wert unter der Mindestversorgung, greift diese als Untergrenze, bleibt jedoch spürbar unter dem zuvor erzielten Nettoeinkommen.
- Amtsärztliche Untersuchung durch die zuständige hessische Stelle
- Vorrang der anderweitigen Verwendung vor der Zurruhesetzung
- Ruhegehaltsberechnung mit 1,79375 % je Dienstjahr bis 71,75 %
- Mindestversorgung bei kurzer Dienstzeit als Auffanglinie
Private Vorsorge für hessische Beamte
Angesichts der spürbaren Versorgungslücke ist für viele hessische Beamte eine private Dienstunfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Ergänzung. Wichtig ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, damit die Leistung an die amtliche Feststellung geknüpft ist und keine zusätzliche eigenständige Prüfung durch den Versicherer erfolgt.
- In Hessen entscheidet die zuständige Behörde nach amtsärztlicher Untersuchung
- Eine anderweitige Verwendung hat Vorrang vor der Zurruhesetzung
- Das Ruhegehalt berechnet sich mit 1,79375 % je Dienstjahr bis 71,75 %
- Eine private DU-Versicherung mit echter Klausel kann die Lücke absichern
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Häufige Fragen
Wer entscheidet in Hessen über die Dienstunfähigkeit?+
Die zuständige Dienstbehörde entscheidet auf Grundlage eines amtsärztlichen Gutachtens über die Zurruhesetzung.
Wie lange dauert das Verfahren in Hessen üblicherweise?+
Die Dauer variiert je nach Einzelfall und davon, ob vorab eine anderweitige Verwendung oder Wiedereingliederung geprüft wird.
Gibt es in Hessen eine feste Mindestversorgung?+
Ja, das Versorgungsrecht sieht eine Mindestversorgung vor, die eine Untergrenze absichert, unabhängig von der tatsächlichen Dienstzeit.
Können hessische Beamte auch nach der Verbeamtung noch eine DU-Versicherung abschließen?+
Ja, das ist grundsätzlich möglich, wobei sich Beitrag und Annahme nach Alter und Gesundheitszustand richten.
