Verfahren bei Verdacht auf Dienstunfähigkeit
Die Dienstbehörde holt ein amtsärztliches Gutachten ein, das die gesundheitliche Eignung für das konkrete Amt bewertet. Vor der Versetzung in den Ruhestand wird geprüft, ob eine anderweitige Verwendung mit geringeren Anforderungen möglich ist.
Berechnung der Versorgung
Für jedes ruhegehaltfähige Dienstjahr werden 1,79375 Prozent der Dienstbezüge angerechnet, bis zum Höchstsatz von 71,75 Prozent. Bei früher Dienstunfähigkeit werden Zurechnungszeiten berücksichtigt, die den Ruhegehaltssatz anheben.
- Amtsärztliches Gutachten als Grundlage der Feststellung
- Vorrangige Prüfung einer anderweitigen Verwendung
- Ruhegehaltssatz von 1,79375 Prozent je Dienstjahr
- Zurechnungszeiten bei früher Dienstunfähigkeit
Beispielrechnung
Ein Vollzugsbeamter mit ruhegehaltfähigen Bezügen von 3.600 Euro und einem Ruhegehaltssatz von 43 Prozent erhält rund 1.548 Euro Versorgung. Bei vorherigen Nettobezügen von etwa 2.850 Euro entsteht eine Lücke von über 1.300 Euro monatlich.
Private Absicherung gezielt planen
Eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit anerkannter Dienstunfähigkeitsklausel schließt diese Lücke unabhängig von der amtlichen Versorgungshöhe. Sie sollte so gewählt werden, dass die vereinbarte Rente die individuell errechnete Differenz abdeckt.
- Die Versorgung basiert auf ruhegehaltfähigen Dienstjahren und der letzten Besoldungsgruppe.
- Eine anderweitige Verwendung wird vor dem Ruhestand geprüft.
- Zurechnungszeiten mildern Nachteile bei früher Dienstunfähigkeit.
- Private Vorsorge sollte individuell auf die Lücke abgestimmt sein.
Sie wollen das auf Ihre Situation übersetzt haben?
In einem kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Ihre Lage ein und zeigen Ihnen, was für Sie wirklich sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Wie läuft das Feststellungsverfahren im Saarland ab?+
Über ein amtsärztliches Gutachten im Auftrag der zuständigen Dienstbehörde.
Was ist eine Zurechnungszeit?+
Eine zusätzlich angerechnete Zeit, die den Ruhegehaltssatz bei früher Dienstunfähigkeit erhöht.
Wie hoch ist der Höchstsatz des Ruhegehalts?+
71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge.
Warum eine private DU-Versicherung trotz Beamtenversorgung?+
Weil die amtliche Versorgung häufig deutlich unter dem bisherigen Nettoeinkommen liegt.
