Rechtslage in Bayern, Stand 15. Oktober 2026
- Freie Heilfürsorge erhalten die Polizeivollzugsbeamten der Bereitschaftspolizei in Ausbildung und die nicht zum Stammpersonal gehörenden Beamten der Einsatzstufen.
- Alle übrigen Polizeibeamten erhalten sie nur für die Zeit, in der sie bei Einsätzen und Übungen im geschlossenen Verband verwendet werden.
- Eine allgemeine freie Heilfürsorge für alle Polizeivollzugsbeamten sieht das bayerische Recht nicht vor.
- Die Kosten trägt der Freistaat.
Rechtsgrundlage: Art. 96 Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG) und Verordnung über die freie Heilfürsorge für die Polizei (HeilfürsV).
Für wen die freie Heilfürsorge in Bayern gilt
Grundlage ist Art. 96 des Bayerischen Besoldungsgesetzes zusammen mit der Verordnung über die freie Heilfürsorge für die Polizei. Danach erhalten freie Heilfürsorge die Polizeivollzugsbeamten der Bereitschaftspolizei in Ausbildung und die nicht zum Stammpersonal der Bereitschaftspolizei gehörenden Beamten der Einsatzstufen. Alle übrigen Beamten der Polizei erhalten sie nur für die Zeit, in der sie bei Einsätzen und Übungen im geschlossenen Verband verwendet werden.
Eine allgemeine freie Heilfürsorge für alle Polizeivollzugsbeamten, wie es sie etwa in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg gibt, kennt Bayern nicht. Für Justizvollzug und Feuerwehr enthält die Verordnung keine Regelung.
Was das für Ihre Krankenversicherung bedeutet
Solange Sie in der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei sind, übernimmt der Freistaat die Kosten Ihrer medizinischen Versorgung. Mit dem Ende der Ausbildung und der Verwendung außerhalb der Einsatzstufen endet dieser Anspruch. Ab dann erhalten Sie wie andere bayerische Beamte Beihilfe und sichern den übrigen Teil privat ab.
Der Wechsel kommt für viele früh, oft schon wenige Jahre nach der Einstellung. Wer bis dahin keine private Krankenversicherung hat, muss bei Vertragsbeginn Gesundheitsfragen beantworten. Erkrankungen und Behandlungen aus der Ausbildungszeit fließen dann in die Prüfung ein.
Anwartschaft schon in der Ausbildung
Eine Anwartschaftsversicherung während der Zeit bei der Bereitschaftspolizei sichert Ihren heutigen Gesundheitszustand für den späteren Tarif. Sie zahlen in dieser Phase einen deutlich geringeren Beitrag als für eine volle Versicherung. Beim Wechsel in die Beihilfe stellen Sie den Vertrag dann ohne neue Gesundheitsprüfung auf den passenden Restkostentarif um.
Prüfen Sie zusätzlich, ob Sie während Einsätzen im geschlossenen Verband einen Anspruch auf Heilfürsorge haben, der Ihre private Versicherung in dieser Zeit verdrängt. Die Abstimmung zwischen Heilfürsorge, Beihilfe und PKV lohnt einen genauen Blick in die Unterlagen Ihres Dienstherrn.
- In Bayern gilt freie Heilfürsorge nur für die Bereitschaftspolizei in Ausbildung, die Einsatzstufen und für Einsätze im geschlossenen Verband.
- Eine allgemeine Heilfürsorge für alle Polizeivollzugsbeamten gibt es nicht.
- Nach der Ausbildung gilt die Beihilfe, den Rest sichern Sie privat ab.
- Eine Anwartschaft in der Ausbildung vermeidet spätere Gesundheitsprüfungen.
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Häufige Fragen
Haben alle Polizisten in Bayern freie Heilfürsorge?+
Nein. Nach der bayerischen Heilfürsorgeverordnung gilt sie für die Bereitschaftspolizei in Ausbildung, die Einsatzstufen und für alle übrigen Polizeibeamten nur während Einsätzen und Übungen im geschlossenen Verband.
Was gilt nach der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei?+
Dann endet die freie Heilfürsorge in der Regel. Sie erhalten Beihilfe und brauchen für den übrigen Teil eine private Krankenversicherung.
Gibt es in Bayern Heilfürsorge für den Justizvollzug?+
Die bayerische Heilfürsorgeverordnung gilt nur für die Polizei. Eine Regelung für den Justizvollzug enthält sie nicht.
Wann sollte ich eine Anwartschaft abschließen?+
Am besten während der Ausbildung, solange Sie gesund sind. Sie sichert den späteren Tarif ohne neue Gesundheitsprüfung.
