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Freie Heilfürsorge

Heilfürsorge in Hessen: Nur noch Bestandsschutz für die Polizei

Wer in Hessen bei der Polizei beginnt, erhält keine freie Heilfürsorge. Das Hessische Beamtengesetz schützt nur noch Beamte, die sie schon am 28. Februar 2014 hatten. Alle anderen sind auf Beihilfe und eine private Krankenversicherung angewiesen, und zwar vom ersten Tag an.

Von Phillip Peil15. Oktober 20268 Min Lesezeit

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Heilfürsorge in Hessen: Nur noch Bestandsschutz für die Polizei

Symbolbild, digital gestaltet.

Rechtslage in Hessen, Stand 15. Oktober 2026

  • Polizeivollzugsbeamte, die am 28. Februar 2014 unentgeltliche Heilfürsorge erhielten, behalten sie, solange ihnen Dienstbezüge zustehen.
  • Für alle anderen Polizeibeamten sieht das hessische Recht keine freie Heilfürsorge vor.
  • Gemeinden können Beamten im feuerwehrtechnischen Dienst, die sich im Beamtenverhältnis auf Probe befinden, unentgeltliche Heilfürsorge gewähren.

Rechtsgrundlage: §§ 113 und 120 Hessisches Beamtengesetz (HBG).

Bestandsschutz statt allgemeiner Heilfürsorge

Nach § 120 Abs. 2 des Hessischen Beamtengesetzes erhalten Polizeivollzugsbeamte, die am 28. Februar 2014 unentgeltliche Heilfürsorge aufgrund des Gesetzes von 1976 erhielten, diese weiter, solange ihnen Dienstbezüge zustehen. Eine weitere Übergangsgruppe ist zum 31. Dezember 2018 ausgelaufen. Für Polizeibeamte, die nicht unter diesen Bestandsschutz fallen, sieht das Gesetz keine freie Heilfürsorge vor.

Feuerwehr: Entscheidung der Gemeinde

Für den feuerwehrtechnischen Dienst gibt es eine Kann-Regel. Nach § 113 HBG können die Gemeinden Beamten im Beamtenverhältnis auf Probe unentgeltliche Heilfürsorge gewähren. Ob Ihre Stadt das tut, erfahren Sie bei Ihrer Personalstelle. Nach der Probezeit endet dieser Anspruch.

Was neue Polizeibeamte in Hessen brauchen

Neu eingestellte Polizeibeamte erhalten in Hessen Beihilfe zu ihren Krankheitskosten. Den übrigen Teil sichern Sie über eine private Krankenversicherung mit einem Restkostentarif ab. Weil es keine Phase mit Heilfürsorge gibt, sollte der Vertrag zum Diensteintritt stehen. Wichtig sind ein Tarif, der zum Bemessungssatz passt, gute Leistungen bei Zahnersatz und eine Absicherung gegen Dienstunfähigkeit, die zum Polizeidienst passt.

Wer noch unter den Bestandsschutz fällt, sollte an den Ruhestand denken. Mit dem Ende der Dienstbezüge endet die Heilfürsorge, und es gilt die Beihilfe für Versorgungsempfänger. Eine Anwartschaftsversicherung sichert bis dahin den Zugang zur privaten Krankenversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung.

Das Wichtigste in Kürze
  • Hessen gewährt Polizeibeamten keine allgemeine freie Heilfürsorge mehr.
  • Nur wer sie am 28. Februar 2014 erhielt, behält sie, solange Dienstbezüge zustehen.
  • Gemeinden können Feuerwehrbeamten auf Probe Heilfürsorge gewähren.
  • Neue Polizeibeamte brauchen ab Diensteintritt eine private Krankenversicherung zur Beihilfe.

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Häufige Fragen

Haben Polizisten in Hessen freie Heilfürsorge?+

Nur wenn sie schon am 28. Februar 2014 unentgeltliche Heilfürsorge erhielten. Dann gilt Bestandsschutz, solange Dienstbezüge zustehen. Neue Polizeibeamte erhalten Beihilfe.

Gilt Heilfürsorge für die Feuerwehr in Hessen?+

Die Gemeinden können sie Beamten im feuerwehrtechnischen Dienst während des Beamtenverhältnisses auf Probe gewähren. Es ist eine Kann-Regel.

Brauche ich als neuer Polizist in Hessen eine PKV?+

In aller Regel ja. Die Beihilfe trägt einen Teil der Kosten, den Rest sichern Sie über einen privaten Restkostentarif ab.

Was passiert beim Bestandsschutz im Ruhestand?+

Mit dem Ende der Dienstbezüge endet die Heilfürsorge, danach gilt die Beihilfe für Versorgungsempfänger.