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Allianz
ottonova
LVM
uniVersa
R+V
Barmenia
DBV (BS 50T-U)
DBV (VisB 50T-U)
| Versicherer | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 26 → 27 | Ø pro Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allianz | 260,16 | 260,16 | 260,16 | 275,56 | 275,56 | 283,24 | 294,89 | 294,89 | 0,0 % | 1,8 % |
| ottonova | k. A. | k. A. | 233,60 | 233,60 | 233,60 | 230,66 | 256,98 | 256,98 | 0,0 % | 1,9 % |
| LVM | 225,95 | 232,37 | 258,32 | 258,84 | 258,90 | 271,29 | 312,56 | 313,14 | +0,2 % | 4,8 % |
| uniVersa | 266,51 | 281,07 | 281,07 | 280,81 | 293,30 | 307,50 | 333,18 | 350,09 | +5,1 % | 4,0 % |
| R+V | 219,55 | 230,97 | 230,74 | 243,23 | 243,23 | 243,23 | 277,79 | 301,45 | +8,5 % | 4,6 % |
| Barmenia | k. A. | k. A. | 258,55 | 258,55 | 258,55 | 258,55 | 279,65 | 304,47 | +8,9 % | 3,3 % |
| DBVBS 50T-U | 278,87 | 278,87 | 281,26 | 288,92 | 288,36 | 286,75 | 305,46 | 358,21 | +17,3 % | 3,6 % |
| DBVVisB 50T-U | 195,65 | 195,65 | 219,73 | 219,73 | 219,17 | 219,17 | 253,13 | 285,11 | +12,6 % | 5,5 % |
Datengrundlage und was sie misst
Grundlage sind die Monatsbeiträge, die ein neu eintretender Beamter (männlich, Eintrittsalter 27) jeweils zum Jahresbeginn in der genannten Tarifkombination mit Beihilfeergänzung gezahlt hätte. Erhoben sind sie in der psponline Beitragshistorie, iwv Gesundheit & Vorsorge GmbH & Co. KG, Abruf 22.10.2026. Den Durchschnitt pro Jahr haben wir als gleichmäßige jährliche Steigerungsrate vom ersten bis zum letzten erfassten Jahr berechnet.
Jeder Eurowert in diesem Artikel ist also ein Preis für Neukunden mit einem festen Profil. Wer seit Jahren versichert ist, hat einen eigenen Beitrag, der von seinem damaligen Eintrittsalter, seiner Tarifgeneration und allen zwischenzeitlichen Anpassungen abhängt. Die Reihen zeigen, wie eine Gesellschaft ihre Beamtentarife über die Zeit kalkuliert hat. Wie sich ein bestimmter laufender Vertrag entwickelt hat, lesen Sie dagegen nur in Ihren eigenen Nachträgen zum Versicherungsschein.
Durchschnittlicher Anstieg pro Jahr je Gesellschaft
Am ruhigsten verläuft die Reihe der Allianz. Sie kommt von 260,16 € im Jahr 2020 auf 294,89 € im Jahr 2027 und damit auf durchschnittlich 1,8 % pro Jahr. Den höchsten Wert erreicht die DBV-Kombination mit VisB 50T-U. Sie startet 2020 mit 195,65 € als günstigste der ab 2020 erfassten Reihen und liegt 2027 bei 285,11 €, was 5,5 % pro Jahr entspricht.
Die folgende Liste ist aufsteigend nach dem Jahresdurchschnitt sortiert. Hinter jedem Eintrag stehen der erste erfasste Beitrag und der Beitrag für 2027.
- Allianz, 2020 bis 2027: 1,8 % pro Jahr, von 260,16 € auf 294,89 €
- ottonova, 2022 bis 2027: 1,9 % pro Jahr, von 233,60 € auf 256,98 €
- Barmenia, 2022 bis 2027: 3,3 % pro Jahr, von 258,55 € auf 304,47 €
- DBV (BS 50T-U), 2020 bis 2027: 3,6 % pro Jahr, von 278,87 € auf 358,21 €
- uniVersa, 2020 bis 2027: 4,0 % pro Jahr, von 266,51 € auf 350,09 €
- R+V, 2020 bis 2027: 4,6 % pro Jahr, von 219,55 € auf 301,45 €
- LVM, 2020 bis 2027: 4,8 % pro Jahr, von 225,95 € auf 313,14 €
- DBV (VisB 50T-U), 2020 bis 2027: 5,5 % pro Jahr, von 195,65 € auf 285,11 €
Dazwischen liegen ottonova mit 1,9 %, die Barmenia mit 3,3 %, die DBV-Kombination mit BS 50T-U mit 3,6 %, die uniVersa mit 4,0 %, die R+V mit 4,6 % und die LVM mit 4,8 %. Kleine Unterschiede im Jahresmittel wirken über ein Berufsleben wie ein Zinseszins. Wer mit Ende zwanzig beginnt, bleibt im Idealfall mehrere Jahrzehnte im selben Tarif, und jede zusätzliche Steigerung pro Jahr summiert sich über diese Zeit.
Die Welle zum Jahr 2026
Ein Jahr sticht in allen Reihen heraus. Zum Jahr 2026 haben sämtliche ausgewerteten Kombinationen ihren Neugeschäftsbeitrag erhöht, keine einzige blieb unverändert. Das ist bemerkenswert, denn in den Jahren davor bewegten sich die Gesellschaften kaum im Gleichschritt. Die Liste zeigt die Veränderung von 2025 auf 2026, beginnend mit dem größten Schritt.
- DBV (VisB 50T-U): +15,5 %
- LVM: +15,2 %
- R+V: +14,2 %
- ottonova: +11,4 %
- uniVersa: +8,4 %
- Barmenia: +8,2 %
- DBV (BS 50T-U): +6,5 %
- Allianz: +4,1 %
Die stärksten Schritte machten die DBV-Kombination mit VisB 50T-U (+15,5 %), die LVM (+15,2 %) und die R+V (+14,2 %). Selbst die Allianz, deren Reihe sonst am gleichmäßigsten ist, legte um +4,1 % zu. Dass so viele Tarife gleichzeitig die Schwelle für eine Neukalkulation überschritten haben, deutet eher auf eine marktweite Entwicklung der Leistungsausgaben hin als auf die Besonderheit eines einzelnen Anbieters.
Ruhige Phasen und einzelne Sprünge
Vor 2026 sehen die Reihen sehr unterschiedlich aus. Die Allianz verlangte von 2020 bis 2022 durchgehend 260,16 €, hob zum Jahr 2023 um +5,9 % an und blieb 2024 wieder stehen. Die Barmenia hielt ihren Beitrag von 2022 bis 2025 vier Jahre lang bei 258,55 €. Bei der R+V folgte auf den Schritt von +5,4 % zum Jahr 2023 eine Pause: Der Beitrag blieb bis einschließlich 2025 bei 243,23 €, bevor die Anpassung zum Jahr 2026 umso deutlicher ausfiel.
Einzelne Gesellschaften haben ihren Neugeschäftsbeitrag zwischendurch sogar leicht gesenkt. ottonova ging zum Jahr 2025 um -1,3 % zurück, bevor zum Jahr 2026 ein Schritt von +11,4 % folgte. Auch die DBV-Kombination mit BS 50T-U verzeichnete kleine Rückgänge zu den Jahren 2024 (-0,2 %) und 2025 (-0,6 %). Solche Senkungen im Neugeschäft sind kein Hinweis darauf, dass bestehende Verträge derselben Gesellschaft günstiger geworden wären.
Für 2027 trennen sich die Wege erneut. Allianz und ottonova bleiben unverändert, die LVM bewegt sich um +0,2 %. Die DBV-Kombination mit BS 50T-U legt dagegen um +17,3 % zu, nachdem sie über Jahre zu den ruhigeren Reihen gehört hatte.
Warum ein einzelnes Jahr wenig aussagt
Private Krankenversicherer passen Beiträge nicht in gleichmäßigen kleinen Raten an. Nach § 203 VVG darf ein Tarif erst neu kalkuliert werden, wenn die Leistungsausgaben oder die Sterbewahrscheinlichkeiten über eine festgelegte Schwelle hinaus von den bisherigen Rechnungsgrundlagen abweichen. Bis dahin bleibt der Beitrag stehen, danach holt er die aufgelaufene Entwicklung auf einmal nach. Ein Nullwert in einem Jahr kann bedeuten, dass ein Tarif solide kalkuliert ist. Er kann aber ebenso bedeuten, dass der nächste Schritt nur aufgeschoben wurde.
Die Reihen belegen das. Wer Anfang 2025 nur auf die Veränderung zum Vorjahr geachtet hätte, hätte bei ottonova mit -1,3 % die günstigste Entwicklung gesehen. Ein Jahr später gehörte ottonova mit +11,4 % zu den größeren Erhöhungen. Umgekehrt wirkte die DBV-Kombination mit BS 50T-U bis 2025 sehr ruhig, bevor zu den Jahren 2026 und 2027 zwei große Schritte folgten.
Das Startjahr verändert den Vergleich
Für ottonova und die Barmenia liegen Werte erst ab 2022 vor, für alle anderen Reihen ab 2020. Das klingt nach einem Detail, verschiebt aber den Durchschnitt. Die Jahre bis 2022 waren bei einigen Gesellschaften bewegt: Die LVM erhöhte zum Jahr 2022 um +11,2 %, die DBV-Kombination mit VisB 50T-U um +12,3 %. Bei der Allianz dagegen änderte sich in dieser Zeit nichts.
Ein Durchschnitt ab 2022 lässt solche frühen Schritte außen vor und rechnet nur über die Jahre danach. Die 1,9 % für ottonova und die 3,3 % für die Barmenia beruhen also auf einer kürzeren Strecke als die 1,8 % der Allianz. Ein fairer Vergleich legt deshalb offen, über welchen Zeitraum gerechnet wurde, und stellt nach Möglichkeit gleich lange Strecken nebeneinander.
Hinzu kommt: Je kürzer der Zeitraum, desto stärker prägt ein einzelner Sprung das Ergebnis. Bei der Barmenia fallen die beiden großen Schritte zu den Jahren 2026 und 2027 in eine Reihe von nur fünf jährlichen Veränderungen. In einer längeren Reihe hätten dieselben Schritte weniger Gewicht im Durchschnitt.
Was die Entwicklung für Ihre Entscheidung bedeutet
Für Beamte, die neu in die PKV einsteigen, ist der Verlauf der Vorjahre ein Anhaltspunkt, aber keine Prognose. Kalkulationen ändern sich, Tarife werden für Neukunden geschlossen und neue Generationen aufgelegt. Neben dem Einstiegsbeitrag verdienen das Leistungsniveau, die Abstimmung auf die Beihilfe und die Möglichkeiten für einen späteren Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft dieselbe Aufmerksamkeit.
Wer bereits versichert ist, kann die Reihe seiner Gesellschaft als Hintergrund nutzen. Fällt die eigene Anpassung im Anschreiben kräftig aus, während die Gesellschaft im Neugeschäft ruhig kalkuliert, lohnt die Frage nach einem internen Wechsel nach § 204 VVG in eine aktuelle Tarifgeneration. Die Alterungsrückstellungen gehen dabei nicht verloren. Ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft ist dagegen meist teuer erkauft, weil eine neue Gesundheitsprüfung ansteht und ein Großteil der Rückstellungen beim alten Versicherer bleibt. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Ergänzungstarif noch zu Ihrem Beihilfebemessungssatz passt.
Weiterführende Seiten
- Unter den ausgewerteten Reihen steigt die Allianz mit 1,8 % pro Jahr am langsamsten, die DBV-Kombination mit VisB 50T-U mit 5,5 % am schnellsten.
- Zum Jahr 2026 haben alle acht Tarifreihen ihren Neugeschäftsbeitrag erhöht.
- Lange Phasen ohne Veränderung enden nach § 203 VVG oft mit einem großen Schritt.
- Für ottonova und die Barmenia beginnt die Reihe erst 2022, ihre Durchschnitte beruhen auf einem kürzeren Zeitraum.
- Alle Werte sind Neugeschäftsbeiträge und beschreiben nicht die Entwicklung bestehender Verträge.
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Häufige Fragen
Welche Gesellschaft hatte von 2020 bis 2027 den geringsten Anstieg?+
In unserer Auswertung die Allianz mit durchschnittlich 1,8 % pro Jahr in der gemessenen Kombination. Das bezieht sich auf den Beitrag für neue Kunden mit Eintrittsalter 27, nicht auf die Anpassungen im Bestand.
Wie wird der Durchschnitt pro Jahr berechnet?+
Wir setzen den Beitrag des letzten erfassten Jahres ins Verhältnis zum ersten und ermitteln daraus die gleichmäßige jährliche Steigerung, die zum selben Ergebnis geführt hätte. Einzelne Sprünge werden so rechnerisch auf alle Jahre verteilt.
Warum sind ottonova und Barmenia erst ab 2022 enthalten?+
Für beide Kombinationen weist die Beitragshistorie erst ab 2022 Werte aus. Ihr Durchschnitt umfasst daher fünf jährliche Veränderungen statt sieben und ist mit den übrigen Reihen nur eingeschränkt vergleichbar.
Warum haben 2026 so viele Versicherer gleichzeitig erhöht?+
Die Daten zeigen das gemeinsame Ergebnis, nicht die Gründe der einzelnen Gesellschaften. Weil eine Anpassung erst nach Überschreiten einer gesetzlichen Schwelle möglich ist, können steigende Leistungsausgaben in vielen Tarifen zur gleichen Zeit eine Neukalkulation auslösen.
Kann ich aus dem bisherigen Verlauf die nächsten Jahre ableiten?+
Nur sehr eingeschränkt. Ein ruhiger Verlauf kann sich fortsetzen, er kann aber auch einem größeren Schritt vorausgehen. Die Reihen helfen beim Einordnen, eine Vorhersage für einen bestimmten Tarif liefern sie nicht.
Zeigt mir die Reihe meiner Gesellschaft, wie sich mein Vertrag entwickelt hat?+
Nein. Ihr Beitrag hängt vom Eintrittsalter bei Vertragsbeginn, von der Tarifgeneration und vom Beihilfeanteil ab. Maßgeblich sind Ihr aktuelles Anschreiben und die Nachträge zu Ihrem Versicherungsschein.
Ist die günstigste Reihe von 2020 heute noch die günstigste?+
Die DBV-Kombination mit VisB 50T-U begann 2020 mit 195,65 € deutlich unter allen anderen ab 2020 erfassten Reihen. 2027 liegt sie mit 285,11 € noch unter der Allianz mit 294,89 €, der Vorsprung ist aber weitgehend aufgezehrt, weil sie seither am stärksten gestiegen ist.


