Euro pro Monat, Achse beginnt nicht bei 0
| Versicherer | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | 2027 | 26 → 27 | Ø pro Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| R+V | 219,55 | 230,97 | 230,74 | 243,23 | 243,23 | 243,23 | 277,79 | 301,45 | +8,5 % | 4,6 % |
Die Zahlen für 2026 und 2027
Gemessen haben wir die R+V-Kombination BB30, BB20E, W220E, W230 (ohne EB1). Der Baustein EB1 ist darin nicht enthalten. Ein Beamter, männlich, Eintrittsalter 27, zahlt im Neugeschäft 2027 monatlich 301,45 €. Im Jahr 2026 lag derselbe Einstieg bei 277,79 €, im Jahr 2025 noch bei 243,23 €. Zum Jahr 2026 betrug der Schritt +14,2 %, zum Jahr 2027 kommen +8,5 % hinzu.
Alle Eurowerte sind Monatsbeiträge für einen neu eintretenden Beamten mit dem genannten Profil und Beihilfeergänzung, nicht der Beitrag bestehender Verträge. Ausgewertet haben wir für die R+V die psponline Beitragshistorie, iwv Gesundheit & Vorsorge GmbH & Co. KG, Abruf 22.10.2026. Prozentwerte sind aus den Beiträgen berechnet.
Drei ruhige Jahre, dann zwei Schritte
Die R+V-Reihe beginnt 2020 mit 219,55 €. Zum Jahr 2021 stieg der Neugeschäftsbeitrag um +5,2 %, zum Jahr 2022 sank er minimal um -0,1 %. Zum Jahr 2023 folgte ein Schritt von +5,4 % auf 243,23 €. Auf diesem Betrag blieb der Beitrag für Neukunden dann in den Jahren 2023, 2024 und 2025 stehen.
- 2021: Neugeschäftsbeitrag 230,97 €, gegenüber 2020 +5,2 %
- 2022: Neugeschäftsbeitrag 230,74 €, gegenüber 2021 -0,1 %
- 2023: Neugeschäftsbeitrag 243,23 €, gegenüber 2022 +5,4 %
- 2024: Neugeschäftsbeitrag 243,23 €, unverändert gegenüber 2023
- 2025: Neugeschäftsbeitrag 243,23 €, unverändert gegenüber 2024
- 2026: Neugeschäftsbeitrag 277,79 €, gegenüber 2025 +14,2 %
- 2027: Neugeschäftsbeitrag 301,45 €, gegenüber 2026 +8,5 %
Nach den drei gleichen Jahren kam der Ausgleich in zwei Stufen. Der Schritt zum Jahr 2026 war mit +14,2 % der größte der R+V-Reihe, der zum Jahr 2027 mit +8,5 % der zweitgrößte. Das ist ein typisches Bild in der privaten Krankenversicherung: Bleibt ein Tarif einige Jahre unter der gesetzlichen Schwelle für eine Neuberechnung, holt die nächste Anpassung die aufgelaufene Entwicklung auf einmal nach.
Durchschnitt pro Jahr und Rang
Der Weg von 219,55 € auf 301,45 € in sieben Jahren ergibt einen durchschnittlichen Anstieg von 4,6 % pro Jahr. Unter den acht ausgewerteten Reihen ist das Rang 6 von 8, gezählt vom geringsten Anstieg aus. Höher liegen nur die LVM mit 4,8 % und die DBV-Kombination mit VisB 50T-U mit 5,5 %.
Beim Schritt für 2027 liegt die R+V in der oberen Hälfte. Stärker steigen nur die beiden DBV-Kombinationen und die Barmenia mit +8,9 %. Die uniVersa legt mit +5,1 % weniger zu, Allianz und ottonova halten den Neugeschäftsbeitrag stabil.
Die R+V als Anbieter im Beihilfesegment
Die R+V ist der Versicherer der Genossenschaftlichen Finanzgruppe und bietet beihilfeergänzende Volltarife, Anwärtertarife und Ergänzungstarife an. In unserer Einordnung vom Januar 2026 haben wir sie als vergleichsweise jungen Anbieter im Beihilfesegment beschrieben, der sein Beihilfegeschäft seit einigen Jahren ausbaut. Junge Bestände haben oft eine günstige Schadenstruktur. Wie sich diese über die Jahre entwickelt, lässt sich aber erst mit der Zeit beurteilen. Die beiden Schritte zu 2026 und 2027 sind ein Anlass, den Tarif genau anzusehen, kein Ausschlusskriterium.
Neukundenbeitrag und Ihr R+V-Vertrag
Der Neugeschäftsbeitrag beschreibt den Preis für einen neuen Kunden mit Eintrittsalter 27 in genau dieser Kombination. Ihr eigener R+V-Beitrag kann sich davon unterscheiden: Eintrittsalter, gewählte Bausteine, Beihilfebemessungssatz und die bisherigen Anpassungen Ihres Tarifs spielen hinein. Ob und wie stark die R+V Ihren Vertrag zum 1.1.2027 anpasst, erfahren Sie nur aus Ihrem Anschreiben.
Dieses Schreiben muss Ihnen spätestens im November zugehen, wenn die Anpassung zum Jahreswechsel gelten soll. § 203 VVG lässt den neuen Beitrag erst zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung wirksam werden und verlangt, dass die maßgeblichen Gründe genannt werden.
Was Sie als R+V-Kunde tun können
- Prüfen Sie im Anschreiben der R+V, welche Bausteine steigen und um welchen Betrag.
- Gleichen Sie den versicherten Anteil mit Ihrem Beihilfebemessungssatz ab, besonders wenn sich Ihre familiäre Lage geändert hat.
- Wenn Sie als Anwärter in einem Anwärtertarif versichert sind, klären Sie rechtzeitig die Umstellung bei der Verbeamtung auf Lebenszeit.
- Bitten Sie die R+V um Zieltarife für einen Wechsel nach § 204 VVG, Ihre Alterungsrückstellungen bleiben dabei erhalten.
- Prüfen Sie einen höheren Selbstbehalt oder eine Beitragsentlastung für den Ruhestand.
- Bleiben Sie bei einem Wechsel zu einer anderen Gesellschaft zurückhaltend, er kostet eine neue Gesundheitsprüfung und Rückstellungen.
- Der R+V-Neugeschäftsbeitrag steigt 2027 um +8,5 % auf 301,45 €.
- Schon zum Jahr 2026 war der Beitrag für Neukunden um +14,2 % gestiegen, nach drei Jahren auf gleichem Stand.
- Mit 4,6 % pro Jahr seit 2020 hat die R+V den dritthöchsten Durchschnitt der acht Reihen.
- Lange gleiche Jahre enden in der PKV oft mit großen Schritten, so auch bei der R+V.
- Für Ihren eigenen R+V-Vertrag ist allein Ihr Anschreiben maßgeblich.
Sie wollen das auf Ihre Situation übersetzt haben?
In einem kostenlosen Erstgespräch ordnen wir Ihre Lage ein und zeigen Ihnen, was für Sie wirklich sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Erhöht die R+V 2027 die Beiträge für Beamte?+
Im Neugeschäft ja: Ein neuer Beamter mit Eintrittsalter 27 zahlt in der gemessenen Kombination 301,45 € statt 277,79 €. Ob und wie stark Ihr bestehender Vertrag steigt, zeigt Ihr Anschreiben der R+V.
Warum steigt der R+V-Beitrag zwei Jahre hintereinander?+
Gründe nennt die Beitragshistorie nicht. Nach § 203 VVG wird ein Tarif neu kalkuliert, wenn die Leistungsausgaben über eine gesetzliche Schwelle hinaus von der Kalkulation abweichen. Nach drei Jahren auf demselben Stand im Neugeschäft ist ein Nachholen in mehreren Schritten nicht ungewöhnlich.
Wie lange lag der R+V-Beitrag für Neukunden auf demselben Stand?+
Drei Jahre: 2023, 2024 und 2025 lag der Neugeschäftsbeitrag bei 243,23 €. Erst zum Jahr 2026 folgte der nächste Schritt.
Ist die R+V für Beamte trotz der Erhöhungen eine gute Wahl?+
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend sind Leistungsumfang, Beihilfekonformität und die Beitragsentwicklung über einen langen Zeitraum. Die beiden jüngsten Schritte sind ein Grund, den Tarif genau zu prüfen, aber für sich allein kein Ausschlusskriterium.
Bis wann muss die R+V mir eine Anpassung zum 1.1.2027 mitteilen?+
Spätestens im November 2026. Nach § 203 VVG beginnt der neue Beitrag zu Beginn des zweiten Monats nach der Mitteilung, ein später eingehendes Schreiben verschiebt den Termin.
Kann ich bei der R+V in einen anderen Tarif wechseln?+
Ja, nach § 204 VVG können Sie innerhalb der R+V in einen Tarif mit gleichartigem Schutz wechseln, Ihre Alterungsrückstellungen werden angerechnet. Für Mehrleistungen kann eine Gesundheitsprüfung verlangt werden, die Sie durch einen Leistungsausschluss vermeiden können.


