Die Beamtenberater

Polizei

Polizeimeisteranwärter: Besoldung, Laufbahn und Absicherung

Als Polizeimeisteranwärter sind Sie Beamter auf Widerruf im Vorbereitungsdienst für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Bei der Bundespolizei dauert diese Ausbildung zwei Jahre und sechs Monate, danach folgt das Eingangsamt Polizeimeister in A 7. Statt eines Grundgehalts erhalten Sie Anwärterbezüge.

Besoldungsgruppe
Anwärterbezüge; Ziel ist beim Bund das Eingangsamt A 7 (Polizeimeister, Bundesbesoldungsordnung A)
Laufbahngruppe
Mittlerer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 1.2
Voraussetzung
Beim Bund: Realschulabschluss oder Hauptschule mit Berufsausbildung (§ 17 BBG), Alter 16 bis unter 28 Jahre (§ 5 BPolLV); Länder regeln das selbst

Auf einen Blick

Dienstgrad Polizeimeisteranwärter im Überblick

AngabeWert
BesoldungsgruppeAnwärterbezüge; Ziel ist beim Bund das Eingangsamt A 7 (Polizeimeister, Bundesbesoldungsordnung A)
LaufbahngruppeMittlerer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 1.2
VoraussetzungBeim Bund: Realschulabschluss oder Hauptschule mit Berufsausbildung (§ 17 BBG), Alter 16 bis unter 28 Jahre (§ 5 BPolLV); Länder regeln das selbst
Typische Dauer bis zur BeförderungBeim Bund zwei Jahre und sechs Monate Vorbereitungsdienst (§ 6 BPolLV)
SchulterstückDienstgradabzeichen „Farbe Blau“; Sterne nennt die Polizei Sachsen erst ab dem Polizeimeister
Anwärtergrundbetrag (Bund)1.473,37 Euro im Monat (Anlage VIII des Bundesbesoldungsgesetzes, gültig ab 1. März 2024)
Nächster DienstgradPolizeimeister, A 7, nach bestandener Laufbahnprüfung

Stand der Redaktion: 2026-10-07. Quellen: [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20]

Aufgaben und Stellung

Polizeimeisteranwärter ist eine Dienstbezeichnung im Vorbereitungsdienst: § 5 Abs. 2 der Bundespolizei-Laufbahnverordnung gibt sie den Beamtinnen und Beamten auf Widerruf des mittleren Polizeivollzugsdienstes. Eingestellt werden sie bei der Bundespolizei von der Bundespolizeiakademie (§ 5 Abs. 1 BPolLV).

Die Ausbildung führt in eine Behörde mit gesetzlich festgelegten Aufgaben. Für die Bundespolizei nennt das Bundespolizeigesetz unter anderem den Grenzschutz (§ 2 BPolG), die Bahnpolizei (§ 3 BPolG) und die Luftsicherheit (§ 4 BPolG).

Weg zum Polizeimeisteranwärter

Vor der Einstellung steht ein Auswahlverfahren. Für den mittleren Dienst des Bundes verlangt § 17 Abs. 3 BBG mindestens den Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbildung. Die Bundespolizei stellt ein, wer mindestens 16 und noch nicht 28 Jahre alt ist; Zeiten der Kinderbetreuung und Pflege können die Grenze anheben (§ 5 Abs. 3 und 4 BPolLV). Die Länder legen Bildungsvoraussetzungen und Altersgrenzen in eigenen Vorschriften fest.

Die Ausbildung dauert bei der Bundespolizei zwei Jahre und sechs Monate (§ 6 Abs. 1 BPolLV) und endet mit der Laufbahnprüfung. Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses endet beim Bund das Beamtenverhältnis auf Widerruf (§ 37 Abs. 2 BBG). Wer besteht, beginnt als Polizeimeister die Probezeit, in der die ersten dienstlichen Beurteilungen nach § 37 Abs. 4 der Bundeslaufbahnverordnung folgen.

Besoldung und Zulagen

Als Polizeimeisteranwärter erhalten Sie beim Bund Anwärterbezüge nach § 59 BBesG; der Anwärtergrundbetrag für den mittleren Dienst beträgt 1.473,37 Euro im Monat (Anlage VIII des Bundesbesoldungsgesetzes, gültig ab 1. März 2024).

Die Polizeizulage gibt es beim Bund schon im Vorbereitungsdienst: Nr. 9 Abs. 2 der Vorbemerkungen zur Bundesbesoldungsordnung bezieht Beamte auf Widerruf ausdrücklich ein. Anlage IX des Bundesbesoldungsgesetzes knüpft sie an die Dienstzeit, 95 Euro nach einem Jahr und 228 Euro nach zwei Jahren; im ersten Ausbildungsjahr fällt sie damit noch nicht an. Den Familienzuschlag zählt § 59 Abs. 2 BBesG beim Bund ausdrücklich zu den Anwärterbezügen, die Beträge je Land finden Sie auf unserer Seite zum Familienzuschlag. Die 228 Euro entsprechen rund 15,5 Prozent dieses Anwärtergrundbetrags des Bundes.

Auch Anwärter erhalten beim Bund die Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten, § 3 EZulV nennt sie ausdrücklich. Eine Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr bringt 8 Stunden zu je 2,97 Euro, zusammen 23,76 Euro (Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten, § 4 EZulV, Bund).

Absicherung in diesem Dienstgrad

Bei der Bundespolizei sind Sie schon in der Ausbildung über die Heilfürsorge versorgt: § 70 Abs. 2 BBesG gewährt sie den Polizeivollzugsbeamten des Bundes, und die Heilfürsorgekarte gilt als elektronische Gesundheitskarte (§ 3 BPolHfV, Bund). Ob Ihr Land Heilfürsorge oder Beihilfe vorsieht, zeigt unsere Seite zur freien Heilfürsorge.

Versorgungsempfänger des Bundes erhalten Beihilfe mit einem Bemessungssatz von 70 Prozent (§ 80 Abs. 1 BBG, § 46 Abs. 2 BBhV, Bund). Eine Anwartschaft, die Sie als Polizeimeisteranwärter abschließen, hält Ihren heutigen Gesundheitszustand für die spätere private Ergänzung dieser Beihilfe fest.

Als Beamter auf Widerruf können Sie beim Bund jederzeit entlassen werden (§ 37 Abs. 1 BBG), und ein Ruhegehalt setzt nach § 4 Abs. 1 des Beamtenversorgungsgesetzes des Bundes fünf Dienstjahre oder eine Dienstbeschädigung voraus. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung, die schon im Vorbereitungsdienst beginnt, deckt die Ausbildungsjahre ab.

Fragen

Häufige Fragen: Dienstgrad Polizeimeisteranwärter

Was verdient ein Polizeimeisteranwärter?

Als Polizeimeisteranwärter erhalten Sie beim Bund einen Anwärtergrundbetrag von 1.473,37 Euro im Monat (Anlage VIII des Bundesbesoldungsgesetzes, gültig ab 1. März 2024); Polizeizulage und Familienzuschlag können hinzukommen.

Wie lange dauert es bis zum Polizeimeisteranwärter?

Polizeimeisteranwärter werden Sie mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst nach erfolgreichem Auswahlverfahren. Die Ausbildung selbst dauert bei der Bundespolizei zwei Jahre und sechs Monate.

Welche Schulterstücke trägt ein Polizeimeisteranwärter?

Die Polizei Sachsen beschreibt das Abzeichen des Polizeimeisteranwärters nur mit „Farbe Blau“. Sterne führt die Übersicht erst ab dem Polizeimeister, dort „mit zwei blauen Sternen“.

Ist ein Polizeimeisteranwärter Beamter auf Lebenszeit?

Nein. Als Polizeimeisteranwärter sind Sie Beamter auf Widerruf (§ 5 Abs. 1 BPolLV, Bund). Nach bestandener Prüfung folgt das Beamtenverhältnis auf Probe; auf Lebenszeit ernennt der Bund erst nach einer Probezeit von mindestens drei Jahren (§ 11 Abs. 1 BBG). Die Länder regeln das in ihren Beamtengesetzen.

Lassen Sie Ihre Situation prüfen

Wir ordnen die Zahlen für Ihren Fall ein, neutral und kostenfrei.