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Polizei

Polizeimeister: Besoldung, Laufbahn und Absicherung

Der Polizeimeister ist das erste Amt im mittleren Polizeivollzugsdienst. Bund und Bayern führen ihn in der Besoldungsgruppe A 7 als Eingangsamt. Mit diesem Amt beginnt nach der Ausbildung die Probezeit.

Besoldungsgruppe
A 7 als Eingangsamt (Bund: Bundesbesoldungsordnung A, BPolLV Anlage 1; Bayern: BayBesG Anlage 1)
Laufbahngruppe
Mittlerer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 1.2
Voraussetzung
Beim Bund: bestandene Laufbahnprüfung nach dem Vorbereitungsdienst (§ 17 Abs. 3 BBG); Länder mit eigenem Laufbahnrecht

Auf einen Blick

Dienstgrad Polizeimeister im Überblick

AngabeWert
BesoldungsgruppeA 7 als Eingangsamt (Bund: Bundesbesoldungsordnung A, BPolLV Anlage 1; Bayern: BayBesG Anlage 1)
LaufbahngruppeMittlerer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 1.2
VoraussetzungBeim Bund: bestandene Laufbahnprüfung nach dem Vorbereitungsdienst (§ 17 Abs. 3 BBG); Länder mit eigenem Laufbahnrecht
Typische Dauer bis zur BeförderungBeim Bund frühestens ein Jahr nach Einstellung auf Probe (§ 22 Abs. 4 BBG), dann nach Auswahl und freier Planstelle; Länderfristen können abweichen
SchulterstückZwei blaue Sterne (Dienstkleidungsordnung NRW, Polizei Sachsen)
Grundgehalt (Spanne, Tabellen 2024 bis 2026)2.891,11 Euro bis 3.842,90 Euro brutto im Monat, je nach Dienstherr und Stufe
Nächster DienstgradPolizeiobermeister, A 8

Stand der Redaktion: 2026-10-07. Quellen: [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23]

Aufgaben und Stellung

Die Bundesbesoldungsordnung A führt den Polizeimeister in A 7 mit dem Zusatz „Als Eingangsamt“, die Bundespolizei-Laufbahnverordnung nennt ihn als erstes Amt des mittleren Polizeivollzugsdienstes. In Bayern steht er ebenfalls als Eingangsamt in A 7 (Anlage 1 BayBesG).

Bei der Bundespolizei gehören zu den gesetzlichen Aufgaben, in denen Polizeimeister eingesetzt werden, der Grenzschutz, die Bahnpolizei und die Luftsicherheit (§§ 2 bis 4 des Bundespolizeigesetzes).

Weg zum Polizeimeister

Zum Polizeimeister führt der Vorbereitungsdienst für den mittleren Polizeivollzugsdienst, bei der Bundespolizei zwei Jahre und sechs Monate lang (§ 6 BPolLV). Mit der bestandenen Laufbahnprüfung beruft Sie der Bund in das Beamtenverhältnis auf Probe und überträgt Ihnen das Amt des Polizeimeisters.

Die Probezeit dauert beim Bund grundsätzlich drei Jahre (§ 37 Abs. 1 der Bundeslaufbahnverordnung). Sie werden darin in mindestens zwei Verwendungsbereichen eingesetzt und erhalten spätestens zur Hälfte und vor dem Ende eine dienstliche Beurteilung (§ 37 Abs. 3 und 4 BLV, Bund). Landesbeamte durchlaufen die Probezeit nach dem Beamtengesetz ihres Landes, Dauer und Ablauf können dort abweichen.

Besoldung und Zulagen

Für den Polizeimeister in A 7 reicht das monatliche Grundgehalt über die 12 Besoldungstabellen von Bund und Ländern, die wir amtlich belegen, von 2.891,11 Euro in der ersten ausgewiesenen Stufe in Brandenburg (Tabelle ab 1. Juli 2024) bis 3.842,90 Euro in der Endstufe in Rheinland-Pfalz (Tabelle ab 1. April 2026).

Die Polizeizulage steht beim Bund auch dem Polizeimeister in A 7 zu, denn Nr. 9 der Vorbemerkungen zur Bundesbesoldungsordnung A erfasst alle Polizeivollzugsbeamten mit Bezügen nach Besoldungsordnung A; nach zwei Jahren Dienstzeit sind es 228 Euro. Heiraten Sie oder bekommen ein Kind, kommt der Familienzuschlag hinzu, dessen Stufe 1 beim Bund später zu den ruhegehaltfähigen Dienstbezügen zählt (§ 5 Abs. 1 BeamtVG, Bund); die Beträge je Land stehen auf unserer Seite zum Familienzuschlag. Die 228 Euro entsprechen rund 7,7 Prozent der ersten Stufe von A 7 beim Bund (2.963,97 Euro, Anlage IV des Bundesbesoldungsgesetzes, Stand 1. März 2024).

Eine Nachtschicht von 22 bis 6 Uhr bringt einem Polizeimeister beim Bund 8 Stunden zu je 2,97 Euro, zusammen 23,76 Euro (Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten, § 4 EZulV, Bund).

Absicherung in diesem Dienstgrad

In der Bundespolizei erhält der Polizeimeister Heilfürsorge (§ 70 Abs. 2 BBesG, Bund); der Ärztliche Dienst der Bundespolizei kann dafür Bescheinigungen und Befundberichte verlangen (§ 1 Abs. 4 BPolHfV). Wie Ihr Land die Krankenversorgung regelt, zeigt unsere Seite zur freien Heilfürsorge.

In der Probezeit kann ein Bundesbeamter bei Dienstunfähigkeit entlassen werden, ohne in den Ruhestand zu gehen (§ 34 Abs. 1 Nr. 3 BBG). Polizeidienstunfähig ist nach dem Bundespolizeibeamtengesetz schon, wer den besonderen gesundheitlichen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes nicht mehr genügt (§ 4 BPolBG). Eine Dienstunfähigkeitsversicherung mit Polizeiklausel gehört deshalb an den Anfang der Probezeit.

Wer beim Bund vorsätzlich oder grob fahrlässig Dienstpflichten verletzt, muss dem Dienstherrn den Schaden ersetzen (§ 75 Abs. 1 BBG). Eine Diensthaftpflicht übernimmt solche Rückgriffe im vereinbarten Umfang, schon ab dem ersten Amt.

Fragen

Häufige Fragen: Dienstgrad Polizeimeister

Was verdient ein Polizeimeister?

Als Polizeimeister liegt Ihr Grundgehalt in A 7 zwischen 2.891,11 Euro in Brandenburg (Tabelle ab 1. Juli 2024) und 3.842,90 Euro in Rheinland-Pfalz (Tabelle ab 1. April 2026), je nach Dienstherr und Erfahrungsstufe.

Wie lange dauert es bis zum Polizeimeister?

Bei der Bundespolizei werden Sie nach zwei Jahren und sechs Monaten Vorbereitungsdienst und bestandener Laufbahnprüfung Polizeimeister (§ 6 BPolLV). Vorher steht ein Auswahlverfahren.

Welche Schulterstücke trägt ein Polizeimeister?

Der Polizeimeister trägt zwei blaue Sterne. So steht es in der Dienstkleidungsordnung der Polizei NRW und in der Übersicht der Polizei Sachsen.

Ist ein Polizeimeister Beamter auf Lebenszeit?

In der Regel noch nicht. Beim Bund beginnt mit dem Amt des Polizeimeisters das Beamtenverhältnis auf Probe; die Probezeit dauert mindestens drei Jahre, und spätestens nach fünf Jahren ist bei erfüllten Voraussetzungen auf Lebenszeit umzuwandeln (§ 11 BBG). In den Ländern gilt das jeweilige Landesbeamtengesetz.

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