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Polizeirat: Besoldung, Laufbahn und Absicherung

Der Polizeirat ist das Eingangsamt des höheren Polizeivollzugsdienstes in der Besoldungsgruppe A 13. Bei der Bundespolizei erreichen Sie es über einen zweijährigen Vorbereitungsdienst mit Masterstudium oder über den Aufstieg aus dem gehobenen Dienst.

Besoldungsgruppe
A 13 als Eingangsamt des höheren Dienstes (Bund: BPolLV Anlage 1)
Laufbahngruppe
Höherer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 2.2
Voraussetzung
Beim Bund: Master oder gleichwertiger Abschluss (§ 17 Abs. 5 BBG) und Vorbereitungsdienst, oder Aufstieg (§ 15 BPolLV)

Auf einen Blick

Dienstgrad Polizeirat im Überblick

AngabeWert
BesoldungsgruppeA 13 als Eingangsamt des höheren Dienstes (Bund: BPolLV Anlage 1)
LaufbahngruppeHöherer Polizeivollzugsdienst (Bundespolizei); Polizei Sachsen führt den Dienstgrad unter Laufbahngruppe 2.2
VoraussetzungBeim Bund: Master oder gleichwertiger Abschluss (§ 17 Abs. 5 BBG) und Vorbereitungsdienst, oder Aufstieg (§ 15 BPolLV)
Typische Dauer bis zur BeförderungBeim Bund frühestens ein Jahr nach Einstellung auf Probe (§ 22 Abs. 4 BBG), Erprobung höherwertiger Dienstposten mindestens sechs Monate (§ 13 BPolLV); Länder eigenes Recht
SchulterstückEin goldener Stern (Dienstkleidungsordnung NRW, Polizei Sachsen)
Grundgehalt (Spanne, Tabellen 2024 bis 2026)4.937,05 Euro bis 6.770,46 Euro brutto im Monat, je nach Dienstherr und Stufe
Nächster DienstgradPolizeioberrat, A 14 (Bund, BPolLV Anlage 1)

Stand der Redaktion: 2026-10-07. Quellen: [1][2][3][4][5][6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19]

Aufgaben und Stellung

Mit dem Polizeirat beginnt laut Anlage 1 der Bundespolizei-Laufbahnverordnung der höhere Polizeivollzugsdienst. Es folgen Polizeioberrat (A 14), Polizeidirektor (A 15) und Leitender Polizeidirektor (A 16); die Beförderungsämter darüber ergeben sich beim Bund aus der Besoldungsordnung B.

Gold steht bei der Polizei Sachsen für die Laufbahngruppe 2.2, unter der sie den Polizeirat führt. Die Dienstkleidungsordnung NRW nennt für den Polizeirat einen goldenen Stern und ein goldenes Mützenband.

Weg zum Polizeirat

Der Vorbereitungsdienst für den höheren Polizeivollzugsdienst dauert bei der Bundespolizei in der Regel zwei Jahre. Er besteht aus einer fachpraktischen Ausbildung und dem Masterstudiengang Öffentliche Verwaltung, Polizeimanagement an der Deutschen Hochschule der Polizei (§ 8 BPolLV, Bund). Danach folgt die Probezeit mit Beurteilungen nach § 37 der Bundeslaufbahnverordnung.

Für Beamte des gehobenen Dienstes öffnet die Bundespolizei-Laufbahnverordnung den Aufstieg: erfolgreiches Auswahlverfahren, Beamtenverhältnis auf Lebenszeit, drei Jahre Bewährung im gehobenen Dienst und ein Alter unter 45 Jahren; die Aufstiegsausbildung dauert zwei Jahre (§ 15 BPolLV). Die Länder regeln Zugang und Aufstieg zum höheren Dienst in eigenen Vorschriften.

Besoldung und Zulagen

Für den Polizeirat in A 13 reicht das monatliche Grundgehalt über die 12 Besoldungstabellen von Bund und Ländern, die wir amtlich belegen, von 4.937,05 Euro in der ersten ausgewiesenen Stufe in Niedersachsen (Tabelle ab 1. April 2026) bis 6.770,46 Euro in der Endstufe in Sachsen (Tabelle ab 1. April 2026).

Die Polizeizulage gilt beim Bund für Polizeivollzugsbeamte mit Bezügen nach Besoldungsordnung A (Nr. 9 der Vorbemerkungen zur Bundesbesoldungsordnung), also auch für den Polizeirat in A 13; mit einem Amt der Besoldungsordnung B ist diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt. Den Familienzuschlag nach Ländern zeigt unsere Seite zum Familienzuschlag. Die 228 Euro entsprechen rund 4,5 Prozent der ersten Stufe von A 13 beim Bund (5.046,30 Euro, Anlage IV des Bundesbesoldungsgesetzes, Stand 1. März 2024).

Bereitschaftsdienst zu ungünstigen Zeiten zählt beim Bund voll (§ 3 Abs. 3 EZulV): Sechs Stunden davon an einem Sonntag bringen einem Polizeirat 6 Stunden zu je 6,31 Euro, zusammen 37,86 Euro (Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten, § 4 EZulV, Bund).

Absicherung in diesem Dienstgrad

Bei der Bundespolizei gilt die Heilfürsorge nach § 70 Abs. 2 BBesG für alle Polizeivollzugsbeamten, auch für den Polizeirat; bei Schwangerschaft gibt es nach der Heilfürsorgeverordnung des Bundes zusätzlich 200 Euro für Vorsorge- und Früherkennungsleistungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 2 BPolHfV). Den Stand Ihres Landes zeigt unsere Seite zur freien Heilfürsorge.

Als Polizeirat auf Probe kann Dienstunfähigkeit beim Bund zur Entlassung führen (§ 34 Abs. 1 Nr. 3 BBG); wer über den Aufstieg kam, bleibt Lebenszeitbeamter und geht nach § 44 BBG (Bund) in den Ruhestand. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung, die bei Polizeidienstunfähigkeit leistet, deckt beide Wege ab.

Die Pflicht zum Schadensersatz bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit gilt beim Bund in jeder Laufbahn (§ 75 BBG). Eine Diensthaftpflicht gehört deshalb auch im höheren Dienst zur Absicherung.

Fragen

Häufige Fragen: Dienstgrad Polizeirat

Was verdient ein Polizeirat?

Als Polizeirat liegt Ihr Grundgehalt in A 13 zwischen 4.937,05 Euro in Niedersachsen (Tabelle ab 1. April 2026) und 6.770,46 Euro in Sachsen (Tabelle ab 1. April 2026), je nach Dienstherr und Erfahrungsstufe.

Wie lange dauert es bis zum Polizeirat?

Mit Masterabschluss dauert der Vorbereitungsdienst bei der Bundespolizei in der Regel zwei Jahre (§ 8 BPolLV). Über den Aufstieg brauchen Sie beim Bund drei Jahre Bewährung im gehobenen Dienst und zwei Jahre Aufstiegsausbildung (§ 15 BPolLV).

Welche Schulterstücke trägt ein Polizeirat?

Einen goldenen Stern. Die Dienstkleidungsordnung NRW nennt „1 goldener Stern“, die Polizei Sachsen zeigt den Polizeirat „mit einem goldenen Stern“.

Ist ein Polizeirat Beamter auf Lebenszeit?

Das hängt vom Weg ab. Beim Bund beginnt nach dem Vorbereitungsdienst die Probezeit von mindestens drei Jahren (§ 11 Abs. 1 BBG). Wer über den Aufstieg Polizeirat wird, war schon vorher auf Lebenszeit ernannt, denn § 15 Abs. 1 BPolLV verlangt das beim Bund für die Zulassung. Die Länder regeln das in eigenen Gesetzen.

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