Private Krankenversicherung: Beitragserhöhung der Debeka in 2022

Die Debeka ist eine der bekanntesten Krankenkassen in Deutschland. In den letzten Jahren hat das Unternehmen jedoch vermehrt durch umfangreiche Beitragsanpassungen auf sich aufmerksam gemacht. Zum Leidwesen der Versicherten wird es auch im nächsten Jahr wieder Beitragserhöhungen geben.

Die Debeka teilt uns mit: "Die durchschnittlichen Versicherungsleistungen für Frauen und Männer mit Tarif N sind weiter stark gestiegen. Deshalb sind wir nach nur einem Jahr gezwungen, die Beiträge erneut anzupassen." Dies gelte für Bestandskunden. Darüber hinaus werden unter anderem die Tarife "PN", "PNW" und "BSS" für Männer eine zweigeteilte Beitragserhöhung erfahren. Die Debeka hatte den Kunden im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass die Beitragsanpassung in zwei Schritten erfolgen wird.

Zum 1. Januar 2022 sind weitreichende Beitragserhöhungen zu erwarten. Davon betroffen wären die Tarife für PVN und PVB.

Die Versicherung (PVN) ist obligatorisch und kann bis zu 10 % des Einkommens kosten.

Die PVB für Beamte mit einer maximalen Leistung von 26%.

Außerdem wirkt sich eine Beitragserhöhung auf den Tarif N aus.

Welche Tarife könnten von einer Beitragserhöhung der Debeka im Jahr 2022 betroffen sein?

  • PNW, PNWS
  • N-SB
  • NW, NW-SB
  • BSS PNS 1, PNS 2 PN

Kunden, die von Beitragsanpassungen betroffen sind, empfinden diese als unangenehm. Wie man darauf reagiert und welche Maßnahmen man ergreifen kann, um steigende Beiträge abzumildern, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Warum sind meine Beiträge für die private Krankenversicherung gestiegen?

Sowohl in der privaten als auch in der gesetzlichen Krankenversicherung sind Beitragserhöhungen möglich. Diese können sich auf die Tarife von Selbstständigen, Angestellten, Staatsbediensteten, Kindern und Jugendlichen auswirken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Krankenversicherer auf die steigenden Gesundheitskosten im Zusammenhang mit neuen und innovativen Behandlungen reagieren. Darüber hinaus altert die versicherte Bevölkerung. Die Beiträge müssen aufgrund dieser und anderer Faktoren regelmäßig angepasst werden. In der privaten Krankenversicherung beispielsweise steigen die Beiträge jährlich um etwa 4,8 Prozent.

Während die gesetzliche Krankenversicherung auf steigende Kosten Jahr für Jahr mit einer Beitragserhöhung - oder einem höheren Bundeszuschuss, wie 2022 - reagieren kann, müssen in der privaten Krankenversicherung zunächst bestimmte Schwellenwerte erreicht werden. Solange dies nicht der Fall ist, bleibt der Beitrag - oft über Jahre - stabil.

Wenn die Schwelle erreicht ist, werden bei der neuen Beitragsberechnung auch die notwendigen Anpassungen aus den Vorjahren berücksichtigt. Der Gesamtbeitrag steigt spürbar an. "Auf diese Weise muss der Versicherte den gesamten Anstieg der Krankheitskosten "auf einmal" tragen - auch wenn die Beiträge oft über mehrere Jahre hinweg unverändert geblieben sind. Und je länger solche Zeiträume ohne Beitragserhöhungen vergehen, desto heftiger wird die darauf folgende Anpassung ausfallen", so der PKV-Verband.

Wie hoch fallen die Beitragsanpassungen für die PKV in 2022 aus?

Im Jahr 2022 werden die Beitragsanpassungen zwischen 0,03 und 9,5 Prozent liegen.

Die Beiträge für die private Krankenversicherung steigen nicht überall in gleichem Maße. Die Anbieter Barmenia, Alte Oldenburger, BBKK/UKV und Inter passen laut BAP-Leitfaden der Gewa Comp ihre Beiträge für Angestellte und Selbstständige nur um 0,03 bis 1,03 Prozent im Neugeschäft an. Bei der Arag sinken die Durchschnittskosten sogar leicht.

Wie wird die Beitragsanpassung der Debeka berechnet?

Die Berechnungsmethode für die private Krankenversicherung ergibt sich aus § 8a Abs. 2 der Musterbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009) und dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Maßgeblich ist der Ausgangsbeitrag für das zum Zeitpunkt der Anpassung erreichte Tarifalter. Der neue Beitrag basiert auf der aktuellen Berechnungsmethode. Diese bestimmt die tatsächlich zu zahlende Summe. Dabei wird die aktuelle Alterungsrückstellung berücksichtigt und der Beitrag entsprechend reduziert.

Erhöhen sich meine Versicherungsbeiträge wenn ich krank werde oder älter bin?

Die privaten Krankenversicherer überprüfen jährlich ihre Beitragskalkulation. Sie haben die Möglichkeit, die Beiträge zu erhöhen, wenn die Kosten um mehr als 5 % steigen. Ab zehn Prozent sind die Krankenversicherer dazu verpflichtet, um die langfristigen Kosten zu decken. Die Erhöhungen werden also von wirtschaftlichen Faktoren bestimmt. Diese wirken sich immer auf die gesamte Gruppe aus und können nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden.

Sollte ich meine Stimme gegen die Erhöhung des Beitrags erheben?

Beitragsanpassungen durch private Krankenversicherungen sind zulässig. Außerdem muss ein mathematischer Treuhänder diesen Schritt nach einer umfassenden Prüfung genehmigen. Daher hat sich ein Widerspruch unserer Erfahrung nach nicht als sehr fruchtbar erwiesen. Außerdem ist dies nur mit Hilfe eines Anwalts möglich, der sehr viel Geld verlangt.

Ist es möglich die Krankenversicherung der Debeka zu kündigen?

Als Privatversicherter hat man ein Sonderkündigungsrecht mit der Erhöhung. Die Versicherten haben die Möglichkeit, ihren Vertrag zu kündigen und den Anbieter zu wechseln, wenn sich die PKV zu stark erhöht hat. Die Beiträge der anderen Versicherer hingegen können sich ändern. Außerdem müsste man sich einer neuen Gesundheitsprüfung unterziehen und verliert einen Teil der bisherigen Altersrückstellungen. Wenn überhaupt, empfehlen wir diesen Schritt nur Versicherten, die noch jung und gesund sind und weniger als zehn Jahre bei der Debeka versichert waren.

Wie kann man auf Dauer die Beiträge senken?

Interne Tarifwechsel nach § 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) sind häufig die beste Möglichkeit, die Beiträge langfristig zu senken. In diesem Fall behalten die Versicherten ihre Debeka-Versicherung, wechseln aber in einen günstigeren Alternativtarif. Das hat den Vorteil, dass bestehende Altersrückstellungen erhalten bleiben und eine erneute Gesundheitsprüfung entfällt, wenn der neue Tarif keinen besseren Versicherungsschutz bietet als der bisherige Tarif. So kann man bis zu 43 % der Versicherungsbeiträge sparen.

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Bekomme ich von der Debeka automatisch günstigere Angebote?

Die meisten Versicherer verschicken bei internen Tarifwechseln mit Beitragserhöhung automatisch Angebote, spätestens ab dem 55. Dabei handelt es sich jedoch um Standardangebote, die an jeden Versicherten verschickt werden. Sie gehen daher nicht auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen ein. Wir empfehlen daher, diese Angebote abzulehnen und sich stattdessen nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Zu beachten ist auch, dass der Wechsel in die neue Tarifwelt zum Verlust des Anspruchs auf den Standardtarif führen kann. Wir unterstützen Dich bei der Suche nach einem geeigneten Tarif, der Dir keine Probleme bereitet.

Tarifwechsel

Ein Tarifwechsel ist oft die effektivste Möglichkeit, die Kosten der privaten Krankenversicherung langfristig zu senken. Da ein alternativer Tarif mit geringeren oder gleichwertigen Leistungen keine Gesundheitsprüfung erfordert, steht diese Möglichkeit auch Personen mit Vorerkrankungen offen. Der interne Wechsel ist dagegen nur dann sinnvoll, wenn ein guter Alternativtarif gefunden werden kann. Denn der neue Versicherungsschutz muss weiterhin Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen und die für Sie wichtigsten Leistungsbausteine abdecken.

Generell gilt: Auch wenn die PKV-Beiträge bisher nicht erhöht wurden, ist ein Tarifwechsel jederzeit möglich. Einziger Stichtag ist der Erste des Folgemonats.

Beiträge im Alter

Auch wenn die private Krankenversicherung für Gutverdiener in jungen Jahren meist günstiger ist als die gesetzliche, ist sie im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung kein Sparmodell. Die Beiträge steigen in regelmäßigen Abständen, nach 20 bis 25 Jahren verdoppeln sie sich. Deshalb sollten Privatversicherte frühzeitig mit der Planung beginnen. Die angesparten Beiträge sollten sie bereits in jungen Jahren als Insolvenz-, Pfändungs- und Scheidungsschutz anlegen, um die höheren Kosten im Alter auszugleichen.

Das Krankentagegeld

Das Krankentagegeld ist ein wichtiger Bestandteil des Leistungspakets, insbesondere für Selbstständige. Das liegt daran, dass es das Einkommen im Krankheitsfall garantiert. Diese Leistung wirkt sich jedoch auf die Beiträge aus. Wird jedoch ein geschicktes Stufenmodell für das Krankentagegeld gewählt, sind Einsparungen von bis zu 20 % möglich. In diesem Fall wächst der Anspruch proportional zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Beispiel:

Ein Selbständiger verdient 5.000 Euro netto im Monat und zahlt 500 Euro für seine PKV. Damit belaufen sich seine monatlichen Gesamtausgaben auf 5.500 Euro.

Ab der siebten Krankheitswoche hat er im Rahmen des Stufenmodells Anspruch auf 3.500 Euro für Miete, Krankenversicherung und Lebensunterhalt. Nach dem vierten Monat erhöht sich sein Anspruch auf 5.500 Euro. Außerdem kann er sparen, für seinen Ruhestand vorsorgen und Freizeitaktivitäten nachgehen.

Für wen lohnt sich ein Tarifwechsel?

Für jeden privat Versicherten lohnt sich eigentlich ein Tarifwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung.

Schwieriger ist es allerdings, einen Tarif zu finden, der bei vergleichbaren Leistungen weniger Beiträge verschlingt. Versicherte haben jedoch das Glück, dass das Gesetz auf ihrer Seite ist. Das gilt insbesondere dann, wenn die folgenden Kriterien erfüllen:

Wenn Du länger als 7 Jahre krankenversichert bist, kannst Du von der Beitragserhöhung der PKV im Jahr 2022 betroffen sein. Wenn Du seit mehr als 7 Jahren krankenversichert bist, hast Du vielleicht in den letzten Jahren eine deutliche Erhöhung Deiner Beiträge festgestellt.

Langjährig Versicherte können ihre PKV-Beiträge durch einen Tarifwechsel senken. Bei vergleichbaren Leistungen können Versicherte bis zu 40 % ihrer Beiträge sparen. Auch ältere Menschen finden trotz Vorerkrankungen regelmäßig Einsparmöglichkeiten, die teilweise mehr als 150 Euro pro Monat betragen.

Nach 204 VVG musst Du beim Tarifwechsel keine Fristen beachten. Ein Wechsel in einen anderen Tarif des Versicherers ist immer zum Folgemonat möglich.

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